Das that Tine wohl: sie fand es auch!

Der Adhipatti besah den Kopf des Kleinen, und in der That, auch er sah auf dem Scheitel den doppelten Haarwirbel, der nach dem Aberglauben auf Java bestimmt ist, dereinst eine Krone zu tragen.

Da die Etiquette nicht zuliess, dass man dem Djaksa einen Platz anbot in Gegenwart eines Regenten, nahm er Abschied, und man war einige Zeit beieinander, ohne etwas zu berühren, das zum »Dienst« in Beziehung stand. Doch auf einmal—und also im Widerspruch mit dem in so hohem Masse höflichen Volkscharakter—fragte der Regent, ob gewisse Gelder, die der Steuerkollekteur zu gute hatte, nicht ausbezahlt werden könnten.

—O nein, rief Verbrugge, mynheer de Adhipatti wissen doch, dass dies nicht eher geschehen kann, als bis er Rechenschaft abgelegt hat.

Havelaar spielte mit Max. Doch es zeigte sich, dass dies ihn nicht abhielt, auf dem Gesicht des Regenten zu lesen, dass Verbrugges Antwort ihm wider den Strich ging.

—Nun, Verbrugge, lassen Sie uns keine Schwierigkeiten machen, sagte er. Und er liess einen Schreiber vom Bureau rufen. Wir wollen das nur ausbezahlen ... der Rechenschaftsbericht wird schon für gut befunden werden.

Nachdem der Adhipatti sich zurückgezogen hatte, sagte Verbrugge, der sich gern an die »Staatsblätter« hielt:

—Aber, M’nheer Havelaar, das geht nicht! Des Kollekteurs Rechenschaftsbericht ist noch immer zur Prüfung in Serang ... wenn nun ein Manco sich herausstellt?

—Dann lege ich es drauf, sagte Havelaar.

Verbrugge konnte es nicht begreifen, welchem Umstande dies dem Steuerkollekteur erwiesene weitgehende Entgegenkommen zuzuschreiben war. Der Schreiber kam alsbald mit einigem Schriftsatz zurück. Havelaar zeichnete und sagte, dass man Eile hinter die Auszahlung setzen solle