Stepan Iwanowitsch befahl den Liktoren innezuhalten und fragte den zitternden Juden:
»Was schreist du da?«
»Wie ich sie verehre, ... wie ich verehre ...«
»Laß das Stammeln, — sage ruhig, wen du verehrst!«
»Oi, alle, oi, die beiden verehre ich, den Heiligen Nikola und den Heiligen Jurka.«
»Nun, das tust du vergeblich.«
»Oi, weswegen, ... oi, weshalb vergeblich ... wenn sie doch gnädig sind, vielleicht, daß sie sich meiner erbarmen.«
»Ja, sie sind gnädig, das ist ganz richtig, aber mit den Juden, Bruder, haben sie nichts zu schaffen. Ihr habt euren Moses, den ruf an, wenn man dich prügelt. Aber dafür, daß du es gewagt hast, mit deinen Judenlippen so heilige Namen auszusprechen, gebt ihm, ihr Jungens, noch zehn mit der Peitsche für den Nikola, und fünfundzwanzig für den heiligen Jurka, damit er sich nicht mehr erfrecht, sie anzutasten.«
Natürlich schleppte man den unglücklichen Juden fort und verabreichte ihm zuerst getreulich, was ihm für den Betrug zukam, und dann eine Zulage von weiteren fünfunddreißig Hieben für den nach der Meinung Wischnewskijs unangebrachten Versuch, sich beim Nikolai und beim heiligen Jurij einzuschmeicheln. Da aber der Rang der beiden Heiligen nicht gleich war, gab man ihm für den Nikolai nur zehn Hiebe, für den heiligen Jurij aber fünfundzwanzig.
Dies geschah, versteht sich, nicht ohne guten Grund, sondern infolge der größeren Liebe und Verehrung des Pan für den heiligen Jurij, »weil er ein Russe und kein Moskowite ist«.