»Ja. Aber es wird mir sehr schwer, gnädige Frau.«
»Schwer? Um so leichter wird dir's später werden. Alle werden einmal so sprechen. Hörst du?«
»Zu Befehl.«
»Zu Befehl! Pack dich, dumme Gans! Ich schmeiß dich raus, wenn du mir noch einmal so antwortest. Einfach ›ja‹ – und mehr nicht. Bald wird es überhaupt keine Herrschaften mehr geben; verstehst du? Überhaupt keine mehr! Sie werden bald alle … in Stücke gehackt. Verstanden?«
»Ja,« sagte das Mädchen, um sie irgendwie loszuwerden.
»Jetzt geh und schick mir den Jermoschka her.«
»Nun ist aber noch etwas unbedingt nötig. Ich muß eine Schule hier haben.« Und Madame Biziukina gab ihrem Jermoschka zehn kupferne Fünfkopekenstücke und befahl ihm, möglichst viele Straßenjungen herbeizuschaffen. Er sollte jedem von ihnen sagen, daß er von ihr noch einen zweiten Fünfer bekommen würde.
Nach zehn Minuten kehrte Jermoschka in Begleitung einer ganzen Horde zerlumpter Gassenbuben zurück.
Die Biziukina gab jedem fünf Kopeken, ließ sie im Kabinett ihres Mannes Platz nehmen und sagte zu ihnen: