»Daran haben Sie natürlich nicht gedacht, daß dieser Pope Tuberozow heißt und daß er hier, in dieser Stadt amtiert, wo Sie sich auf dem Lotterbette rekeln und nichts über ihn zu melden imstande sein werden.«

Bornowolokow fuhr in die Höhe und fragte, aufrecht auf dem Bette sitzend:

»Wie können Sie wissen, was der Kanzleivorsteher mir gesagt hat?«

»Sehr einfach. Ich ging damals leise hinter Ihnen. Es ist gut, wenn man Sie immer im Auge behält. Aber das ist jetzt Nebensache. Wir müssen unsere Taktik zuerst an diesem Tuberozow erproben und seine Gemeingefährlichkeit, wie überhaupt die Gemeingefährlichkeit derartiger unabhängiger Charaktere unter den Geistlichen erweisen. So kommen wir zu dem logischen Ergebnis, daß die Religion überhaupt nur als ein Zweig der Verwaltung geduldet werden kann. Sobald aber der Glaube als wirklicher Glaube auftritt, ist er gefährlich und muß eingeschränkt, muß unter Kontrolle gestellt werden. Diesen Gedanken werden Sie als Erster verkünden, und man wird ihn stets in Verbindung mit Ihrem Namen wiederholen, wie man die Gedanken eines Macchiavelli und Metternich wiederholt. Sind Sie zufrieden mit mir, mein Herr und Gebieter?«

»Ja.«

»Und geben mir Vollmacht zu handeln?«

»Ja.«

»Wie soll ich dieses Ja verstehen? Heißt das, daß Sie es ebenfalls wollen?«

»Ja, ich will es.«