»Ja, und unsere arme Kirche wird deshalb von allen Seiten mit unverdienten Vorwürfen überschüttet,« fügte Tuberozow hinzu.

»Worüber habt Ihr Euch denn zu beklagen?« fiel ihm Prepotenskij lebhaft ins Wort.

»Wir beklagen uns über die Unduldsamkeit,« erwiderte Tuberozow trocken.

»Ihr leidet darunter ja nicht.«

»O doch. Bitter leiden wir. Ihr predigt laut und frei, den Glauben solle man abschaffen, und es geschieht euch nichts dafür. Wenn aber wir auch nur ganz leise sagen, es wäre besser, eure Lehren würden nicht überall verkündigt, so …«

»Ach – so meint Ihr das!« unterbrach ihn der Lehrer. »Ihr wollt gegen uns hetzen, damit man uns den Garaus macht.«

»Nein, Ihr wollt uns den Garaus machen.«

Prepotenskij wußte nicht, was er antworten sollte. Leugnen wollte er es nicht, fürchtete sich jedoch, es einfach zuzugeben. Tuganow half ihm aus der Schwierigkeit und erklärte, der Vater Propst sei nur ungehalten darüber, daß es Leute gebe, die es sich zur Aufgabe machten, schlichte Herzen um ihren Glauben zu bringen.

»Am meisten aber bekümmert mich, daß es ihnen gelingt, weil man ihnen Vorschub leistet.«