Ich: »Wie kann ich einsam sein, wenn ich eine Frau habe?«
Sie: »Ja, versteht denn deine Frau alles, was dich, als Mann von Verstand, quälen und betrüben kann?«
Ich: »Meine Frau macht mich glücklich und ich liebe sie.«
Sie: »Du liebst sie? Ja, aber du liebst sie mit dem Herzen, und mit den Gedanken deiner Seele bist du doch einsam. Bedaure mich nicht, daß ich so einsam bin: jeder, der in seinem Hause über die Nase seines Bruders hinaussieht, ist einsam mitten unter den Seinigen. Ich habe auch einen Sohn, aber es sind bald drei Jahre, daß ich ihn nicht mehr gesehen habe. Es ist ihm wohl zu langweilig in meiner Gesellschaft.«
Ich: »Wo befindet sich Ihr Herr Sohn?«
Sie: »In Polen. Er ist Regimentskommandeur.«
Ich: »Es ist ein ruhmvolles Werk, die Feinde des Vaterlandes zu bezwingen.«
Sie: »Ich weiß nicht, wieviel Ruhm uns das bringt, daß wir uns mit diesen Polacken immer noch herumschlagen. Meiner Ansicht nach zeugt das nur von unserer Schlamperei.«
Ich: »Wir werden schon fertig, die Zeit kommt noch.«