»Wenn ich dich betrachte, Nikolai, so denke ich an ein lieber altes Märchen, mit dem man sterben möchte.«

»Ach, Väterchen, unser liebes Märchen ist vor uns heimgegangen.«

»Vergißt du sie nicht schon, deine Herrin? Die Bojarin Marfa Andrejewna?« fragte, sich ihm nähernd, der Diakon Achilla, welchen der Zwerg immer noch ein wenig zu fürchten schien.

»Zum Vergessen bin ich schon zu alt, Vater Diakon, ich denke lange schon daran, daß es für mich Zeit wird, ihr in jener Welt wieder zu dienen,« erwiderte er leise und sich halb dem Diakon zukehrend.

»Sie war eine trostreiche Frau, diese Alte,« sagte der Diakon, ohne seine Rede an eine bestimmte Person zu richten.

»In welchem Sinne trostreich? Wie meinst du das?« fragte Tuberozow.

»Spaßig war sie.«

Der Propst lächelte und machte eine abwehrende Handbewegung. Nikolai Afanasjewitsch aber fiel Achilla ins Wort und sagte sehr bestimmt:

»Keine Spaßmacherin war sie, sondern eine wirkliche Trösterin, werter Herr.«

»Was belehrst du ihn, Nikolai! Erzähle lieber, wie sie dich erbittert hat. Und wie sie dann alles wieder zum Besten kehrte,« rief der Propst.