Die Köchin fluchte noch immer, eigentlich mehr im Scherz, und zupfte sich das Kleid zurecht.

»Nun, und wieviel wiege ich?« fragte Katerina Lwowna. Sie stieg auf das Brett und hielt sich an den Stricken fest.

»Drei Pud sieben Pfund,« antwortete der hübsche Bursche Ssergej, nachdem er die Gewichte nachgezählt hatte. »Ein Wunder!«

»Was wunderst du dich so?«

»Daß Sie über drei Pud wiegen, Katerina Lwowna. Ich glaube, daß ich Sie den ganzen Tag auf den Armen herumtragen könnte, ohne dabei müde zu werden. Ich würde es sogar für das größte Vergnügen ansehen.«

»Bin ich denn etwa kein Mensch? Würdest wohl müde werden!« erwiderte leicht errötend Katerina Lwowna, die solche Reden nicht mehr gewohnt war und plötzlich das Verlangen fühlte, lustig zu plaudern und zu scherzen.

»Gott behüte! Ich würde Sie bis nach dem glückseligen Arabien tragen,« antwortete Ssergej auf ihre Bemerkung.

»Du redest Unsinn,« sagte der Bauer, der das Getreide aufschüttete. »Was ist unsere Schwere? Ist es denn unser Körper, der was wiegt? Unser Körper, mein Lieber, wiegt nicht, es ist nur unsere Kraft, die uns zur Erde zieht, und nicht der Körper!«

»Als Mädchen hatte ich eine große Kraft,« sagte Katerina Lwowna, die sich wieder nicht beherrschen konnte. »Mancher Mann konnte mich nicht niederringen!«

»Erlauben Sie mal Ihr Händchen, wenn das wahr ist,« bat der hübsche Bursche.