Katerina Lwowna errötete wieder, reichte ihm aber die Hand.
»Laß los, es tut weh!« schrie Katerina Lwowna auf, als Ssergej ihre Hand in der seinigen zusammendrückte. Mit der freien Hand stieß sie ihn vor die Brust.
Der Bursche ließ ihre Hand los und taumelte vor ihrem Stoß einige Schritte zur Seite.
»Und das will ein Frauenzimmer sein!« wunderte sich der Bauer.
»Nein, nicht so! Wollen wir einmal richtig ringen?« sagte Ssergej, seine Locken schüttelnd.
»Nun, versuch’s,« antwortete Katerina Lwowna, immer lustiger werdend, und hob die Ellenbogen.
Ssergej umschlang die junge Frau und drückte ihre pralle Brust an sein rotes Hemd. Katerina Lwowna rührte nur die Schultern, Ssergej hatte sie aber schon in die Höhe gehoben, hielt sie eine Weile in den Armen, drückte sie zusammen und setzte sie zuletzt auf einen umgekehrten Scheffel.
Katerina Lwowna hatte nicht einmal Zeit gehabt, ihre Kraft, mit der sie so prahlte, zu zeigen. Über und über rot, zupfte sie den Pelzumhang, der ihr von der Schulter geglitten war, zurecht und ging langsam aus dem Speicher. Ssergej räusperte sich aber und rief:
»He, ihr Esel! Schüttet das Getreide auf, schont die Arme nicht! Wenn was übrig bleibt, so ist’s unser Verdienst!«
Er tat so, als hätte auf ihn der Ringkampf mit Katerina Lwowna nicht den geringsten Eindruck gemacht.