»Offenbar wissen Sie selbst nicht, was zu sagen«, sagte Katerina Lwowna verachtungsvoll und warf wütend den Teelöffel in die leere Tasse des Mannes. »Nun, sagen Sie einmal, was Sie gehört haben? Wer soll mein Geliebter sein?«

»Keine Eile, Sie werden es schon hören.«

»Hat man Ihnen vielleicht etwas von Ssergej gesagt?«

»Das werden wir bald alles erfahren, Katerina Lwowna. Niemand hat mir noch meine Gewalt über Sie genommen und niemand kann sie mir nehmen ... Sie werden bald selbst alles sagen ...«

»Ach! Das kann ich nicht leiden!« schrie Katerina Lwowna, mit den Zähnen knirschend, auf, wurde kreideblaß und sprang plötzlich durch die Türe hinaus.

»Da ist er!« sagte sie nach wenigen Augenblicken, Ssergej bei der Hand ins Zimmer führend. »Fragen Sie ihn und mich aus. Vielleicht wirst du sogar etwas mehr erfahren, als dir lieb ist.«

Sinowij Borissowitsch war ganz bestürzt. Er blickte bald Ssergej an, der an der Schwelle stand, bald seine Frau, die ruhig, mit gekreuzten Armen auf dem Bettrande saß, und wußte gar nicht, womit das alles enden sollte.

»Was hast du vor, du Schlange?« brachte er mit Mühe hervor, ohne vom Sessel aufzustehen.

»Frage mich nun aus, was du so gut weißt«, antwortete Katerina Lwowna frech. »Du willst mich mit Schlägen einschüchtern«, fuhr sie fort, bedeutungsvoll mit den Augen zwinkernd. »Das wird niemals sein! Was ich aber vielleicht noch vor allen deinen Drohungen über dich beschlossen habe, das werde ich jetzt tun.«

»Was? Hinaus!« schrie Sinowij Borissowitsch Ssergej an.