Die Engländer wissen nicht, was das bedeutet »Chalva«. Sie flüstern untereinander, zwinkern einander zu und wiederholen »Chalva?« »Chalva?«, können aber nicht verstehen, daß bei uns ein solcher Zucker hergestellt wird, und müssen zugeben, daß es bei ihnen alle Arten Zucker gibt, »Chalva« aber nicht.
Platow spricht:
»Nun, so ist auch kein Grund, zu prahlen. Kommt zu uns, wir werden Euch Tee zu trinken geben mit echtem ‚Chalva‘ aus der Bobrinskijschen Fabrik.«
Aber der Kaiser zupfte ihn am Ärmel und sprach leise zu ihm: »Bitte, verdirb mir nicht die Politik!«
Da riefen die Engländer den Kaiser in die allerletzte Kunstkammer, wo in der ganzen Welt gesammelte Mineralien und »Nymphusorien« lagen, von der allergrößten ägyptischen Pyramide bis zu einem »unterhäutigen« Floh, den man mit bloßem Auge selber gar nicht wahrnehmen, wohl aber seine Bisse zwischen Haut und Körper verspüren konnte.
Der Kaiser fuhr dorthin.
Man beschaute die Pyramiden und allerhand ausgestopfte Tiere und ging weg. Platow aber denkt bei sich:
»Nun, Gott sei Dank, alles steht gut — der Kaiser staunt über gar nichts.«
Kaum aber waren sie in die allerletzte Kammer getreten, so stehen dort ihre Arbeiter in Arbeitskleidung und Schürzen und halten eine »Tablette«, auf der gar nichts liegt.
Der Kaiser erstaunte sich plötzlich — daß man ihm eine leere »Tablette« hinhält.