Warum? Ich weiß es nicht. Es war wohl eine von den zahllosen Dummheiten, die uns, niemand weiß woher, in den Sinn kommen, um »die Gedanken des Sterblichen zu verwirren«.

Ich will mich von der unangenehmen Wirkung des Wortes »zerreißen«, das ich selbst zuerst gebraucht habe und dem er einen mir durchaus unerwünschten Sinn unterschiebt, befreien und sage:

»Es tut mir leid, daß ich mich so ausgedrückt habe; das von mir gebrauchte Wort kann aber gar nicht die Bedeutung haben, die Sie ihm beilegen. Mein Freund ist jung, vermögend, der einzige Sohn seiner Eltern und der Liebling aller ...«

»Ja, ja, und doch gefällt er mir nicht.«

»Ich verstehe Sie nicht.«

»Er ist doch sterblich?«

»Selbstverständlich, wie Sie und ich, wie alle Menschen.«

»Sehr richtig, von den andern Menschen weiß ich aber nichts, und von uns beiden trägt keiner die verhängnisvollen Zeichen, die ich an ihm sehe.«

»Was für verhängnisvolle Zeichen meinen Sie?«

Ich lachte ziemlich unerzogen auf.