»Wozu?«
»Damit seine Seele sich darin wäscht.«
Marko legte die Leiche ordentlich auf den Rücken und drückte ihr die Augenlider zu ...
Wir alle bekreuzigten uns und weinten. Der Bursche fiel in die Kniee und schlug mit der Stirne gegen den Fußboden, daß man es hörte.
Zwei Ärzte — unser Regimentsarzt und einer von der Polizei — kamen gelaufen und konstatierten »die Tatsache des Todes«.
Sascha war tot ...
Wer oder was war die Ursache seines Selbstmordes? Wo ist das Geld, wer ist der Dieb, der es genommen hat? Wie wird sich diese Geschichte, die wie der Inhalt eines aufgeschnittenen Daunenkissens durch die Luft wirbelte und an uns allen kleben blieb, weiter entwickeln?
Allen war es ganz wirr im Kopfe. Die Leiche hatte aber doch die Kraft, alle Gedanken auf sich zu lenken und uns zu zwingen, sich in erster Linie mit ihr zu befassen.
In Saschas Zimmer erschienen Polizeibeamte, Ärzte und Heilgehilfen, und man begann ein Protokoll aufzunehmen. Unsere Gegenwart wurde als störend befunden, und man ersuchte uns, das Zimmer zu verlassen. Man entkleidete Sascha und durchsuchte seine Sachen in Gegenwart von Zeugen, unter denen sich der Zimmerkellner Marko, unser Regimentsarzt und einer der Offiziere als Delegierter befanden. Das Geld wurde selbstverständlich nicht gefunden.
Unter dem Tische fand man die Pistole und auf dem Tische einen Zettel, auf dem Sascha mit flüchtiger Schrift hingekritzelt hatte: »Papa und Mama, verzeiht mir, ich bin unschuldig.«