Der Schlitten bog um den Glockenturm, um vor die Residenz vorzufahren, als Drukart eine kleine Gruppe von Mönchen entdeckte, welche vor dem Eingangstore des Klosters standen; unter ihnen befand sich der Mitropolit.
Derselbe entschloß sich an diesem wunderschönen Tage frische warme Luft zu atmen und ist ohne Kopfbedeckung, ohne alle Zeichen seiner hohen Würde — im einfachen Hauskleide, einem kurzen warmen Pelzrock vor das Haus gegangen.
Drukart erkannte den Mitropoliten schon von weitem, stieg aus, und an den Mitropoliten tretend, fing er an ihm die Ursache seines Kommens und seines Auftrages mitzuteilen.
Der Mitropolit hörte anscheinend ohne jede Aufmerksamkeit die Erzählung an, und mit den Augen blinzelnd, hörte er nicht auf, eine der Kuppeln auf dem Dome zu betrachten, auf welcher im Sonnenscheine Tauben, Dohlen, Krähen, Raben, Spatzen sich durcheinander tummelten oder ruhig saßen.
Es schien, als wenn der Mitropolit für gar nichts anderes Interesse hätte, als für die auf der Kuppel sitzende, huschende, springende, streitende Vogelschar; doch als Drukart im Laufe der Erzählung zu jener Tatsache kam, wo der Gemietete den Mieter betrog, da lächelte der Mitropolit stille vor sich hin und sprach:
„Sieh! der Dieb stahl dem Dieb den Stock!“ und mit dem Kopfe schüttelnd, setzte er seine Betrachtungen der Vogelwelt weiter fort.
„Euere Eminenz!“ fuhr Drukart fort, „die Angelegenheit befindet sich nun in folgendem Stadium ...“ er machte die Folgen des Ausganges dem Mitropoliten klar ...
Dieser schwieg nach wie vor, atmete mit großen Zügen tief die milde frische Luft ein und betrachtete die Vogelwelt.
Die Stellung des Abgesandten des Fürsten fing recht unbequem zu werden — er fügte noch einiges nebensächliche hinzu und unterbrach dann seine Rede.
Der Mitropolit schwieg und vertiefte sich in seine Betrachtungen.