„Er scheint viel gelesen zu haben?“

„Das ist sicher und wahr, nur spricht er sich nicht gerne aus und selten werden Sie ihn namentlich über alte und seltene Bücher ein Urteil fällen hören, höchstens einzelne Worte oder kurze Sätze, dann eine abwehrende Handbewegung, das ist alles; aber seinen Juden, denen erklärt er das neue Testament, die Evangelien, sucht sie zur neuen Kirche zu bekehren, wofür er von ihnen vieles zu leiden hat. Nicht selten haben sie ihn geschlagen, ja erdrosseln wollten sie ihn sogar, ohne daß er Zeichen irgend einer Gegenwehr, Ungeduld von sich gegeben hätte ... Christus ist gekommen ... predigt er ... und einen zweiten wartet nicht ab ... er kommt nicht mehr und wird nicht mehr sein.“

„Und sie? die Juden?“

„Gestikulieren, werfen mit den Händen hin und her, schreien wie wilde Tiere, als hu! hu! ... und schließlich ist nichts ... sie nehmen Verstand an.“

„Und seine Familie? ... sind sie auch getauft?“

Der Buchhändler lachte laut auf:

„Was ist für ihn Familie, da er ja großer Ungläubiger ist!“

„Wie so ungläubig?“

„Wie kann man ihn anders nennen, er hält sich an keine Regel und Geld?“

„Das Geld liebt er wohl?“