„Besitzt für ihn gar keinen Wert, was er in die eine Hand erhält, verteilt er mit der anderen.“

„An wen?“

„An wen immer.“

„An Juden bloß oder auch an Christen?“

„Ich sagte doch: an wen immer ... Man hält ihn für geistesschwach.“

„Was Sie sagen!“

„Man erzählt, es wäre mit ihm etwas eigenartiges vorgefallen?“

„Was denn?“

Da machte der Buchhändler eine eigenartige Geste mit der Hand.

„Es ist schon lange her, da haben sie seinen Sohn in der Nacht geraubt und wollten ihn unter die Soldaten stecken. — Da soll ihm etwas eigenartiges zugestoßen sein; ein Krokodil soll ihn gebissen haben, auch soll etwas mit dem Ersatzmann vorgefallen sein, so daß sie diesen nicht unter die Soldaten nehmen wollten, bis ihn der damalige Mitropolit Filaret in Kiev segnete und ihm dann das Haar schneiden ließ. Der Sohn des Buchbinders ist kurze Zeit darauf gestorben; gemartert haben sie ihn, sagt er, die Lieferanten; auch seine Frau ist gestorben und er selbst — dieser Mann — ist stark in seinen Vermögensverhältnissen heruntergekommen; er kam zu der Einsicht, daß es nötig sei, nicht nur auf das, was auf der Erde vorgeht, zu achten, sondern auch das zu glauben, was im Himmel geschieht und fand, daß es wohl das beste sei, sich taufen zu lassen.“ Und diese Mitteilung brachte mir plötzlich jenen Vorfall in Erinnerung, wo ich diesem Manne, unter ganz anderen Verhältnissen, zum erstenmale begegnete.