Die zum Bischof behufs Befreiung ihres Sava abgesandte Kasakendeputation berechnete, daß sie fünfzehn Werst, bis zur Schenke des Jossel, gehen, dort sich stärken, wärmen, ausruhen werde, um so anderen Tages zeitlich früh beim Bischof vorsprechen zu können.

Die Sache aber nahm einen anderen Verlauf.

Für die Kasakendeputation gestaltete sich das Wetter ebenso unfreundlich, wie es gewesen war vor fünf und dreißig Jahren, als die Kerasivna mit Agap zur Taufe mit dem Kinde fuhren; es entwickelte sich ein heftiges Schneetreiben, so daß die Kasaken sich in der Steppe zu verirren begannen; sie verloren alle ihnen sonst wohl bekannten Merkzeichen, gerieten auf einen Abweg und wußten schließlich nicht, wo sie sich befinden, bis auf einmal, es konnte wohl eine Stunde vor Sonnenaufgang sein, sie von jemandem, nicht auf der Straße, sondern auf dem Eise, angeredet wurden:

„Nu, Jungens, wohin so zeitlich? wo?“

Die Kasaken grüßten.

„Was führt euch bei einem solchen Hundewetter her; seht, es hätte nicht viel gefehlt und ihr wäret ins Wasser gefallen.“

„So!“ gaben sie zur Antwort. „Wir befinden uns in schlimmer Lage, und gehen zum Bischof; wir möchten dort gerne eher vorsprechen, als unsere Feinde und ihn fußfällig bitten zu unseren Gunsten zu entscheiden.“

„Und was soll er für euch tun?“

„Uns unseren ungetauften Popen lassen, denn, wenn dies nicht geschieht, so werden wir aus lauter Gram und Schmerz Türken.“

„Warum wollt ihr gerade Türken werden? Die dürfen doch keinen Schnaps trinken.“