»Ich habe nicht den Mut dazu. Ich bin unbeholfen und weiß nicht, was ich mit jungen Damen reden soll. Meine einseitigen Interessen sind wohl nicht die ihren, und die große Welt ist mir fremd.«

»Sie waren so sehr liebenswürdig, meiner Tochter als Retter zu Hilfe zu kommen, als sie jüngst ein kleines Unglück mit dem Schlitten hatte?«

Seine Augen leuchteten wieder auf, er bejahte sehr lebhaft und freute sich des Zufalls, welcher ihn just in jenem Augenblick des Wegs daher geführt.

»Ei, so fragen Sie doch meine Tochter, wie ihr jene unfreiwillige Bekanntschaft mit dem Schnee bekommen ist!« scherzte die Generalin. »Wenn der Anfang zu einer Unterhaltung gefunden ist, haben Sie das Schwerste überstanden!«

»Fräulein von Sprendlingen ist stets sehr umlagert ... und ... sie möchte es wieder ungnädig aufnehmen, wenn ich störe!«

»Haben Sie bereits zu Tisch engagiert?«

»Nein, gnädigste Frau, daran dachte ich noch nicht. Muß man das?«

»Man muß nichts, was man nicht will! Aber ich möchte Ihnen einen guten Rat geben. Wie ich höre, ist die Jugend auch heute nicht plaziert, und Gabriele sagte mir, daß Herr von Heidler in der Bildergalerie an Tafel III Plätze belegt habe. — Nun kommen Sie einmal mit — ich führe Sie bis zu der Galerietür, — dann suchen Sie sich den Tisch Nr. 3 auf und belegen sich daselbst einen Platz mit Ihrer Visitenkarte!« —

»O, vortrefflich! In der Nähe Ihres Fräulein Tochter?«

»Wenn Sie das wünschen!«