»Und Sie meinen es auch mit mir gut?«

»Von ganzem Herzen gut!«

»Würden Sie mir einen großen Liebesdienst erweisen, es mir gestatten, Ihnen rückhaltlos zu vertrauen?«

Sie streckte ihm die kleine Hand hin, ihr Blick leuchtete bezaubernd zu ihm auf. —

Niemand konnte es sehen; eine dreifache Reihe von älteren Herren bildete vor ihnen Spalier, um einem »Menuett der Königin« zuzusehen, welches von den Prinzessinnen und Prinzen nebst einer kleinen Schar von Auserwählten soeben vor dem Herzog getanzt wurde.

»Sprechen Sie, Graf!« flüsterte sie, »kein Mensch hier meint es ehrlicher mit Ihnen, wie ich!«

Er drückte beinahe krampfhaft die dargebotene kleine Rechte und nickte erregt: »Das bemerkte ich bereits, Gräfin! Sie waren von Anfang an so sehr liebenswürdig zu mir, Sie nahmen sich meiner so besonders gütig an, und wenn ich diesen Abend eine heitere Stunde genoß, so verdanke ich sie Ihnen!«

»Sie Ihnen zu bereiten, war wenigstens mein herzlichster Wunsch —!«

»Wundern Sie sich nicht über mich, ich bin fremd in der Welt und es gewohnt, seit jeher nur nach meinen momentanen Eingebungen zu handeln. Auch jetzt weiß ich mir keinen andern Rat, als mich an Sie zu wenden. —« Wieder senkte sich sein Blick wie der eines vertrauenden Kindes in den ihren: »Sie meinen es ja so gut mit mir ...«