»Seien Sie dessen versichert!« In Theas Wangen stieg es immer heißer und röter, ihre Augen flimmerten vor Spannung, und ihre Lippen bebten wie bei einem Menschen, welcher mit fieberhaftem Eifer einem Ziel entgegendrängt.

»Sprechen Sie offen und ehrlich, Graf! Ich bin glücklich, Ihnen irgendwie behilflich sein zu können!«

Er zögerte und blickte momentan starr vor sich nieder.

»Ich möchte es so gern wissen, ob Fräulein von Sprendlingen den Dragoner wahrlich so sehr liebt!«

»Soll ich es auskundschaften bei ihr?«

»Sie sind doch ihre Freundin ...«

»Nichts leichter, als das zu erfahren! Immerhin glaube ich aber, daß es Sie noch mehr interessieren wird, ob sie tatsächlich mit ihm verlobt ist?«

Er schüttelt nachdenklich den Kopf. »Ich las in Romanbüchern, daß heutzutage die Mädchen auch ohne Liebe heiraten. Schon manch eine Verlobung wurde aufgelöst, weil die Braut schließlich noch einen Mann kennenlernte, welchen sie mehr liebte, wie den allzu leichtfertig gewählten Bräutigam!«

»Seien wir ganz ehrlich, Graf!« Thea entfaltete den Fächer und flüsterte zu ihm auf: »Sie möchten wissen, ob Sie Aussichten haben, Gabrieles Herz zu gewinnen?«

Er ward dunkelrot. — »Ich glaube ... Sie treffen das Richtige, Gräfin! Es würde mir von großem Wert sein, zu wissen, wie ich es anfangen muß, um mir die Gunst Ihrer Freundin zu gewinnen! Das war es, was ich Sie fragen wollte!«