»Nee, Klaaden, da sull keener mit mi gahn, — dat düert hüt nich lang.« —

Und dann flüsterte er noch ein paar Worte mit den Schiffern und wandte sich abermals zu Gabriele.

»Es hält sehr lange auf, das Boot an das Land zu ziehen, gnädiges Fräulein; Sie gestatten wohl, daß einer der Leute Sie in das Fahrzeug trägt!«

»Ja, so gehört sich das!« lachte Gabriele ein klein wenig verlegen. »Meine Freundin ward in Helgoland bei dem Landen auch in das Boot getragen.«

Der Bär von Hohen-Esp wandte sich ab und schien sehr interessiert eine zerbrochene Spiere, welche im Sande lag, zu besichtigen, der Fischer aber trat ruhig herzu, nahm Gabriele auf den Arm und watete mit ihr in das Wasser.

»Hollen Se' sick fast!« sagte er — und nach einem Augenblick mehr zu sich selber im Kommandoton: »Laß sack' —!« und gleichzeitig hob er die junge Dame und ließ sie in das schwankende Boot nieder.

Guntram Krafft kam nun mit schnellen Schritten durch das seichte Wasser, sprang in das Fahrzeug und griff nach den Riemen.

»Ich möchte heute nicht segeln, sondern mich in nächster Nähe des Ufers halten, um erst einmal zu sehen, ob Sie seefest sind, mein gnädiges Fräulein!« sagte er mit schnellem Lächeln. »Für meine Begriffe ist die See sehr ruhig, für die Ihren vielleicht nicht.«

Die starken Fäuste der Fischer machten das Boot frei, der Graf half mit den Riemen und stieß kräftig ab, — hochauf bäumte das leichte Fahrzeug und glitt über die erste Brandung hinaus.

»Und das nennen Sie ruhige See?« fragte Gabriele leise und blickte mit großen Augen in den Gischt, welcher um das Heck spritzte. »Sehen Sie doch, wie das schäumt und wogt!«