Der Alte zeigte mit dem Finger auf eine andere Zimmerecke, worauf Tschitschikow und Manilow sich zu Iwan Antonowitsch begaben. Iwan Antonowitsch hatte schon mit einem Auge nach ihnen hingeschielt und sie von der Seite angesehen, aber er beugte sich sogleich wieder über sein Papier und schrieb eifrig weiter.
„Darf ich fragen, ob dies die Abteilung für Kaufverträge ist,“ sagte Tschitschikow mit einer Verbeugung.
Iwan Antonowitsch schien ihn nicht gehört zu haben, denn er war ganz in seine Akten vertieft und antwortete nichts. Man sah sofort, daß dies ein Mann von reiferen Jahren war und kein junger Schwätzer und Springinsfeld. Anscheinend war Iwan Antonowitsch ein hoher Vierziger; er hatte dichtes, schwarzes Haar, die ganze mittlere Partie seines Gesichts trat stark hervor und schien sich gewissermaßen in der Nase konzentriert zu haben; mit einem Wort, es war eins von jenen Gesichtern, die man bei uns gewöhnlich als „Kannenschnauze“ zu bezeichnen pflegt.
„Darf ich fragen, wo hier die Abteilung für Kaufverträge ist?“ wiederholte Tschitschikow.
„Hier,“ sagte Iwan Antonowitsch, indem er seinen Rüssel ein wenig empor hob und sogleich wieder zu schreiben begann.
„Ich komme in folgender Angelegenheit: ich habe bei einigen Gutsbesitzern dieser Provinz Bauern gekauft, die ich zu Ansiedlungszwecken benutzen will; ich habe den Kontrakt mitgebracht, er muß bloß noch unterschrieben werden.“
„Und sind die Verkäufer zugegen?“
„Einige sind da, und von den anderen habe ich Vollmachten.“
„Haben Sie das Gesuch mitgebracht?“
„Jawohl, ich habe es hier! Ich möchte gern ... Ich habe große Eile ... Könnte ich die Sache nicht schon heute erledigen?“