„Meine Herren! Ich gratuliere Ihnen zum neuen Generalgouverneur.“
„Wir wissen schon, wir wissen schon, aber es ist doch noch gar nichts bekannt,“ versetzte der Vizegouverneur.
„O, nein, man weiß schon, wer es ist,“ erwiderte der Postmeister: „Fürst Odnosorowski-Tschementinski.“
„Nun und was spricht man von ihm?“
„Er soll ein sehr strenger Herr sein,“ sagte der Postmeister, „ein sehr weitsichtiger Mann von sehr starkem Charakter. Er soll früher bei irgend einer staatlichen Baukommission gewesen sein, verstehen Sie wohl. Da seien einmal kleine Unregelmäßigkeiten vorgekommen. Nun, was denken Sie wohl Verehrtester, er hat alle miteinander zerschmettert, er hat sie ganz zu Staub zermalmt, sodaß überhaupt nichts mehr von ihnen übrig blieb, sehen Sie wohl.“
„Hier in der Stadt sind doch aber die strengen Maßregeln garnicht am Platze.“
„O je, das ist ein gelehrtes Haus! lieber Herr! Ein Mensch von kolossalen Dimensionen!“ fuhr der Postmeister fort. „Einmal passierte was ....“
„Aber meine Herren,“ sagte der Postmeister, „wir reden hier ganz offen auf der Straße in Gegenwart unserer Kutscher. Fahren wir doch lieber zu ...“
Erst jetzt kamen die Herren wieder zu sich. Auf der Straße hatten sich nämlich schon mehrere Zuschauer angesammelt, welche dastanden und die vier Herren, die sich von ihren Droschken aus miteinander unterhielten, angafften. Die Kutscher spornten ihre Pferde an und die vier Droschken fuhren eine hinter der andern zum Gerichtspräsidenten.
„Daß uns der Teufel diesen Tschitschikow auch gerade im ungünstigsten Augenblick hierher senden mußte!“ dachte der Präsident, während er im Vorzimmer seinen bis oben mit Dreck bespritzten Pelz auszog.