„Ja, tatsächlich, Freund, ich will fahren; verzeih, daß ich nicht bleiben kann. Ich wäre von Herzen froh, aber ich kann wahrhaftig nicht.“ Der Schwager stammelte noch lange allerhand Entschuldigungen, ohne zu merken, daß er längst im Wagen saß, schon durchs Tor gerollt war und sich unter freiem Himmel auf offenem Felde befand. Man darf annehmen, daß seine Frau recht wenig von der Messe zu hören bekommen hat.
„So ein Dreckkerl!“ sagte Nosdrjow, der ans Fenster getreten war und der davonjagenden Equipage nachblickte. „Da fährt er! Das Beipferd ist nicht übel, ich fahnde schon längst darauf. Aber mit dem Kerl wird man ja doch nicht einig. Ein alter Waschlappen und weiter nichts!“
Man trat ins Nebenzimmer. Porphyr brachte Lichter herein und Tschitschikow bemerkte plötzlich ein Spiel Karten in der Hand des Hausherrn, ohne daß er hätte sagen können, woher er es genommen hatte.
„Was meinst du zu einem kleinen Pharao, Freund!“ sagte Nosdrjow, indem er das Spiel zusammendrückte und wieder los ließ, sodaß das Kreuzband zerriß und zu Boden fiel. „So zum Zeitvertreib weißt du. Ich will die Bank mit dreihundert Rubeln halten!“
Aber Tschitschikow tat so, als ob er garnicht gehört hätte, wovon eigentlich die Rede war und sagte, wie wenn er sich plötzlich auf etwas besönne. „Ach ja, um es nicht zu vergessen, ich habe eine kleine Bitte an dich!“
„Was für eine Bitte?“
„Aber versprich mir zuerst, daß du sie erfüllen willst!“
„Was ist das für eine Bitte?“
„Nein, versprich mir’s erst! Hörst du!“
„Also gut. Meinetwegen!“