„Eure Exzellenz wollen also die Freundlichkeit haben ...“
„Dir die toten Seelen abzukaufen? Für diesen großartigen Gedanken sollst du sie mitsamt dem Grund und Boden und ihrer jetzigen Wohnung haben. Du darfst dir meinetwegen den ganzen Friedhof mitnehmen. Ha, ha, ha, ha. Nein dieser Alte! Wird dem ein Streich gespielt! Ha, ha, ha, ha.“
Und das Gelächter des Generals hallte aufs neue durch alle Zimmer.[1]
Drittes Kapitel.
Wenn der Oberst Koschkarjow wirklich verrückt ist, so wäre das garnicht übel, sagte Tschitschikow, als er sich wieder unter offenem Himmel auf freiem Felde befand. Alle menschlichen Behausungen lagen weit hinter ihm; und er sah jetzt nichts mehr als das freie Himmelsgewölbe und zwei kleine Wolken in der Ferne.
„Hast du dich auch ordentlich nach dem Wege zum Obersten Koschkarjow erkundigt, Seliphan?“
„Sie wissen doch, Pawel Iwanowitsch, ich hatte soviel mit dem Wagen zu tun, und da fand ich keine Zeit dazu. Aber Petruschka hat den Kutscher nach dem Wege gefragt.“
„So ein Esel! Ich habe dir doch gesagt, daß du dich nicht auf Petruschka verlassen sollst; Petruschka ist sicher wieder besoffen.“
„Das ist doch keine große Weisheit,“ sagte Petruschka, indem er sich ein wenig auf seinem Sitze umdrehte und nach Tschitschikow hinschielte. „Wir müssen bloß den Berg hinabfahren, und dann geht’s längs der Wiese weiter, das ist das Ganze!“
„Und du hast wohl nichts außer Fusel in den Mund genommen! Das ist das Ganze! Du bist mir der Rechte! Von dir kann man wohl auch sagen: der Kerl setzt Europa durch seine Schönheit in Erstaunen.“ Nach diesen Worten strich sich Tschitschikow über sein Kinn und dachte: „Es ist doch ein großer Unterschied zwischen einem gebildeten Mann der besseren Stände und so einer groben Lakaienphysiognomie.“