„General Betrischtschew,“ versetzte Tschitschikow ein wenig betroffen.

„Ich kenne ihn nicht,“ entgegnete jener erstaunt.

Tschitschikows Verwunderung wurde mit jedem Augenblick größer.

„Ja, wie denn nur ...? Ich habe doch hoffentlich das Vergnügen, mit dem Herrn Oberst Koschkarjow zu sprechen?“

„Nein hoffen Sie lieber nicht! Sie befinden sich nicht bei ihm, sondern bei mir. Peter Petrowitsch Petuch! Petuch![2] Peter Petrowitsch!“ versetzte der Hausherr.

Tschitschikow war starr vor Staunen. „Nicht möglich?“ sagte er, indem er sich an Seliphan und Petruschka wandte, die gleichfalls mit offenem Munde dastanden, und die Augen weit aufsperrten. Der eine saß auf dem Bock, der andere stand an der Wagentüre. „Was habt ihr bloß gemacht, ihr Esel? Ich hab euch doch gesagt, ihr sollt zum Obersten Koschkarjow fahren ... Das ist doch Peter Petrowitsch Petuch ...“

„Das habt ihr fein gemacht, Jungens! Geht in die Küche, laßt euch ein Glas Schnaps geben ...“ rief Peter Petrowitsch Petuch. „Spannt die Pferde aus und geht gleich ins Speisezimmer!“

„Ich schäme mich wirklich! So ein Irrtum! So plötzlich! ...“ stammelte Tschitschikow.

„Durchaus kein Irrtum. Warten Sie mal erst ab, wie Ihnen das Mittagessen schmecken wird und dann sagen Sie, ob es ein Irrtum war. Ich bitte schön,“ sagte Petuch, indem er Tschitschikow am Arme nahm und ihn ins Innere des Hauses führte. Hier kamen ihnen zwei Jünglinge in Sommeranzügen entgegen; beide so dünn wie ein Paar Weidenruten und wohl eine Arschin[3] länger als ihr Vater.

„Meine Söhne! Sie besuchen das Gymnasium und sind nur während der Ferien hier ... Nikolascha bleib hier und unterhalte den Gast; und du, Alexascha, komm mit mir.“ Mit diesen Worten verschwand der Hausherr.