„Und wenn’s nun wirklich derselbe wäre, Chiwrja? Warum soll er denn ein Lümmel sein?“

„Warum soll er kein Lümmel sein? Ach du hirnloser Schädel! So hör doch — warum soll er denn kein Lümmel sein! Wo hattest du denn deine kreuzdummen Augen versteckt, als wir an den Mühlen vorbeifuhren? So einem Mann kann man wahrhaftig geradeswegs vor seiner, mit Tabak beschmutzten Nase die eigene Frau beleidigen, und er kümmert sich nicht drum!“

„Ich kann nichts Schlimmes dabei sehen: der Junge ist großartig! Höchstens, daß er dir die Fratze mit Mist vollgekleistert hat!“

„Aha! Ich sehe schon, du willst mich nicht mehr zu Worte kommen lassen! Das wär’ mir noch was Neues! Du hast wohl einen zu viel getrunken, noch bevor du überhaupt etwas verkauft hast!“

Unser Tscherewik merkte jetzt selbst, daß er in seiner Rede zu weit gegangen war, und bedeckte schnell den Kopf mit den Händen, da er annehmen mußte, daß die erzürnte Gattin es nicht unterlassen würde, ihre ehelichen Tatzen in sein Haar zu krallen.

„Den Teufel auch, da hast du deine Hochzeit!“ dachte er bei sich, während er die heftig vordringende Gattin abwehrte. „Ich werde dem lieben Kerl ohne allen Grund eine Absage erteilen müssen. Himmel, Herrgott! Wofür strafst du uns arme Sünder so? Es gibt doch schon soviel Unrat, mußtest du auch noch die Weiber in die Welt setzen.“

V.

Bäumlein, Bäumlein, bück dich nicht,

Weil du noch zu fein bist!

Sei nicht bös, Kosakenbursch,