„Ja, mir ist nicht wohl!“ antwortete Chiwrja, unruhig auf die Bretter unter der Decke blickend.

„So, Frau, hole uns doch das Fäßchen dort vom Wagen!“ sprach der Gevatter zu seiner Frau, die mit ihm gekommen war, „wir wollen eins mit den guten Leuten trinken, die verfluchten Weiber haben einem solche Angst eingejagt, daß es einfach eine Schande ist! Bei Gott, Brüder, wir sind ganz umsonst hierhergekommen!“ fuhr er, aus dem Tonkrug schlürfend, fort. „Ich setz’ eine neue Mütze zum Pfand, daß die Weiber uns zum besten gehalten haben. Und wenn es auch Satan wäre, — was ist denn das, der Satan? Spuckt ihm auf den Kopf! Wenn er, beispielsweise jetzt im Augenblick hier vor mir erschiene: ich will ein Hundesohn sein, wenn ich ihm nicht einen Nasenstüber versetze!“

„Warum bist du denn auf einmal so bleich geworden?“ rief einer der Gäste, der alle anderen einen Kopf hoch überragte und sich stets als Held aufspielte.

„Ich? ..... Was fällt dir ein! Du träumst wohl!“

Die Gäste lachten. Ein zufriedenes Lächeln glitt über das Gesicht des prahlmutigen Helden.

„Warum soll denn der bleich werden!“ fiel da ein anderer ein: „seine Backen blühen ja wie Mohn; jetzt sieht Zibulja nicht mehr wie eine Zwiebel aus, sondern wie eine rote Rübe, oder richtiger wie der rote Kittel selbst, der die Leute so erschreckt hat!“

Das Fäßchen wurde auf den Tisch gerollt und machte die Gäste noch lustiger. Unser Tscherewik, der schon lange von dem Gedanken an den roten Kittel gequält wurde, und dessen neugieriger Geist keinen Augenblick Ruhe fand, machte sich an den Gevatter heran.

„Sag mir doch, Gevatter, sei so gut, ich frage und frage und kann’s nicht herausbekommen, was für eine Bewandtnis es mit dem verdammten Kittel hat!“

„He, Gevatter! Das sollte man eigentlich nicht zur Nacht erzählen; aber um dir einen Gefallen zu tun und den guten Leuten da (dabei wandte er sich zu den Gästen), die, wie ich merke, die Geschichte genau so wie du kennen lernen wollen — Meinetwegen, also hört!“

Er kratzte sich die Schulter, wischte sich am Rockschoß ab, legte beide Arme auf den Tisch und begann: