Und sie begann laut mit den Füßen aufzustampfen, immer mutiger und mutiger. Endlich sank ihre linke Hand herab und stemmte sich auf die Hüfte, und sie tanzte, mit den Sporen der Stiefelchen klirrend, drauf los, hielt sich den Spiegel vor und sang ihr Lieblingsliedchen:
Grüne Gräser, grüne Auen,
Wachset nicht zu sehr!
Liebster mit den schwarzen Brauen,
Schmieg dich zu mir her!
Grüne Gräser, grüne Auen,
Wachset nimmermehr!
Liebster mit den schwarzen Brauen,
Schmieg dich näher her!
In diesem Augenblicke blickte Tscherewik durch die Türöffnung, und als er seine Tochter vor dem Spiegel tanzen sah, blieb er stehen. Lange sah er ihr zu, über die seltsame Laune des Mädchens lachend, das ganz in Gedanken versunken, nichts um sich herum zu bemerken schien; als er aber die bekannten Laute des Liedes hörte, da wurde es ihm heiß ums Herz; stolz die Hände auf die Hüften gestemmt, sprang er vor und begann so zu hopsen, daß er all seine andern Geschäfte vergaß. Das laute Lachen des Gevatters ließ beide auffahren.