„Leb’ wohl, Hanna!“ tönt es hinter ihr, und ein Kuß begleitete diese Worte.

„Du bist wieder zurückgekehrt?“ sagte sie und schaute sich um. Aber als sie einen unbekannten Burschen sah, wandte sie sich zur Seite.

„Leb’ wohl, Hanna!“ ertönte es da wieder, und wieder küßte sie jemand auf die Wange.

„Hat der Teufel noch einen hierhergeführt!“ rief sie voller Zorn.

„Leb’ wohl, liebe Hanna!“

„Ein Dritter!“

„Leb’ wohl, leb’ wohl, leb’ wohl, Hanna!“ Und von allen Seiten regneten Küsse auf sie herab.

„Das ist ja eine ganze Horde!“ schrie Hanna und mußte sich gewaltsam aus einem großen Haufen von Burschen losreißen, die sie um die Wette umarmten. „Wie ist ihnen nur das ewige Küssen nicht zuwider! Bei Gott, bald darf man sich nicht mehr auf der Straße zeigen!“

Nach diesen Worten schlug die Türe zu, und man hörte nur noch, wie der eiserne Riegel sich klirrend vorschob.

II.
Der Dorfamtmann