„Was Teufel! Das ist wirklich die Schwägerin!“

„Welche unsaubere Macht hat dich bloß in diese Kammer gebracht, Gevatterin?“

Die Schwägerin erzählte schluchzend, wie die Burschen auf der Straße sie gepackt und sie trotz ihres Widerstandes durch das breite Fenster in die Hütte hineingeschoben und die Fensterläden geschlossen hatten. Der Schreiber sah sich die Sache an. Die Angeln waren heruntergerissen, und der breite Laden war oben nur mit einem Holzbalken festgerammelt.

„Du bist mir ein feiner Kerl, du einäugiger Satan du,“ schrie sie und ging auf den Amtmann zu, der zurückwich und sie immer noch mit seinem Auge maß. „Ich kenne deine Absichten schon, du hättest mich wohl am liebsten aufgefressen, damit du dann ungestört jeder Schürze nachlaufen kannst, und keiner mehr weiß, wie der Jammergreis sich selbst zum Narren macht. Du meinst, ich weiß nicht, was du heute abend mit Hanna gesprochen hast? O, ich weiß alles! Mich kann keiner so leicht betrügen, nicht einmal einer, der weniger blöd ist als du! Ich habe lange Geduld, aber dann: nimm dich in acht ....!“

Bei diesen Worten ballte sie die Faust, machte sich rasch davon; und ließ den Amtmann in völliger Erstarrung zurück.

„Nein, da ist der Satan ernsthaft mit im Spiel!“ dachte er, sich den Kopf kratzend.

„Wir haben ihn!“ riefen die eintretenden Büttel.

„Wen habt ihr?“ fragte der Amtmann.

„Den Teufel im umgewendeten Pelz!“

„Bringt ihn her!“ rief der Amtmann und packte den hereingeführten Gefangenen an der Hand. „Seid ihr verrückt geworden? — Das ist doch der besoffene Kalenik!“