„Wie?“ gähnte Tschertokutzky, der sich mächtig reckte, ohne die Augen zu öffnen.

„Steh auf, Männe! Hörst du, die Gäste kommen!“

„Gäste? Was für Gäste?“ Nach diesen Worten grunzte er leise vor sich hin wie ein Kalb, das mit der Schnauze das Euter der Mutter sucht. „Hm, hm!“ brummte er, „reich mir doch dein Hälschen her, mein Herzblatt, ich will dir einen Kuß geben.“

„Beeile dich doch um Gotteswillen mit dem Aufstehen, Schatz! Der General kommt mit seinen Offizieren. Ach, Herrgott, du hast ja eine Klette im Schnurrbart!“

„Der General? Was, er kommt schon? Aber weshalb hat mich denn, hol’s der Teufel, niemand geweckt? Und das Diner? Was ist mit dem Diner? Ist auch alles fertig, wie es sich gehört?“

„Was für ein Diner?“

„Hab ich denn keins bestellt?“

„Du? Du bist ja erst um 4 Uhr nachts nach Hause gekommen? So sehr ich mich auch bemühte, dich auszufragen, du wolltest mir nicht antworten. Ich habe dich nicht geweckt, Männe, weil du mir leid tatest.“ Die letzten Worte sagte sie mit einer äußerst schmachtenden und bittenden Stimme.

Eine Minute lang lag Tschertokutzky mit weit aufgerissenen Augen wie vom Blitz getroffen auf seinem Lager. Endlich sprang er im bloßen Hemde aus dem Bette, wobei er garnicht daran dachte, daß das eigentlich unanständig sei.

„Ach ich dummes Pferd!“ sagte er und schlug sich an die Stirn. „Ich habe sie ja zum Mittagessen eingeladen. Was tun? Sind sie noch weit von hier?“