„Auf ihre Seite. Er gehört doch jetzt schon ganz zu ihnen.“
„Du lügst, Schweinehund!“
„Wie sollte ich denn lügen? Bin ich etwa ein Narr, daß ich lügen werde? Ich würde mich ja um meinen eigenen Kopf bringen. Weiß ich nicht, daß man den Juden aufhängen wird wie einen Hund, wenn er den Herrn belügt?“
„Du willst also sagen, daß er sein Vaterland und seinen Glauben verraten hat?“
„Ich sage doch nicht, daß er verraten hat — ich habe nur gesagt, daß er zu ihnen übergegangen ist.“
„Du lügst, Satan von einem Juden! So etwas ist noch nie dagewesen in der ganzen Christenheit! Du lügst, Hund!“
„Das Gras soll wachsen auf der Schwelle meines Hauses, wenn ich lüge! Anspeien soll jeder das Grab meines Vaters, meiner Mutter, meines Schwiegervaters, meines Vaters Vaters und des Vaters meiner Mutter, wenn ich lüge. Wenn der Herr es wünscht, will ich sogar sagen, warum er zu ihnen übergegangen ist.“
„Nun?!“
„Der Wojewode hat eine schöne Tochter — heiliger Gott, ist die schön! ...“ Bei diesen Worten versuchte der Jude ihre Schönheit, so gut er es konnte, mit seinem Gesicht auszudrücken: er breitete die Hände aus, zwinkerte mit den Augen und verzog den Mund, als ob er etwas Köstliches genossen hätte.