„Allerdurchlauchtigster Herr! Wie sollte es möglich sein, daß der Herr ist ein Kosak! Und wenn er ein Kosak wäre, wie käme er zu einer solchen Kleidung und zu einem so gräflichen Aussehen!“

„Lüg dir doch selbst was vor!“ Der Heiduck wollte schon seinen riesigen Mund öffnen, um Lärm zu machen.

„Eure königliche Hoheit! Beruhigen Sie sich! Beruhigen Sie sich um Gottes willen!“ schrie Jankel. „Wir werden Ihnen so viel geben, wie Sie noch nie gesehen haben: wir werden Ihnen zwei goldene Dukaten geben!“

„He, wie? — zwei Dukaten! Aus zwei Dukaten mache ich mir garnichts, die gebe ich dem Barbier, wenn er mir die Hälfte meines Bartes rasiert hat. Hundert Dukaten, Jude!“ Hier drehte der Heiduck seinen Schnurrbart ... „Wenn du mir nicht sofort hundert Dukaten gibst, so schrei ich sofort los!“

„Warum soviel,“ rief der Jude, der ganz kreidebleich geworden war, jammernd und öffnete einen ledernen Säckel: er war aber doch glücklich, daß nicht mehr darin war, und daß der Heiduck nicht weiter als bis hundert zählen konnte.

„Herr, lassen Sie uns schnell fortgehen. Sie sehen doch, was das hier für schlechte Menschen sind!“ sagte Jankel, als er bemerkte, daß der Heiduck das Geld nachzählte, als ob es ihm leid täte, nicht mehr gefordert zu haben.

„Nun, du Satansheiduck?“ rief Bulba. „Das Geld hast du genommen, aber du denkst nicht daran, uns den Gefangenen zu zeigen? Nun, jetzt mußt du ihn uns zeigen! du hast das Geld angenommen, und darum hast Du kein Recht uns abzuweisen!“

„Fort mit euch, geht zum Teufel! Sonst melde ich es sofort! Und man wird euch gleich ... Ich will euch Beine machen, sage ich euch!“

„Herr. Herr, kommt schnell, bei Gott, kommt! Hol sie der Teufel! Gott schicke ihm einen Traum, daß ihm übel wird!“ schrie der arme Jankel.

Bulba wandte sich langsam um und schritt mit gesenktem Kopfe zurück, wobei ihn Jankel mit Vorwürfen überhäufte, der sich über die nutzlos weggeworfenen hundert Dukaten fast zu Tode ärgerte.