„Wenn sie alt wird, ist jedes Weib eine Hexe,“ sagte der alte Kosak kaltblütig.

„O, o, ihr seid mir die Rechten,“ rief die Alte, die eben frische Klöße in die Schüssel schüttete, „ihr seid mir rechte Wildschweine!“

Der alte Kosak, der Jawtuch hieß, aber den Spitznamen Kowtun erhalten hatte, schmunzelte vergnügt, als er sah, daß die Alte sich von seinen Worten getroffen fühlte, der Viehhirt aber brach in ein so wüstes Gelächter aus, als hätten zwei Ochsen sich gegenübergestellt und zu gleicher Zeit losgebrüllt.

Das begonnene Gespräch hatte die Neugierde und den dringenden Wunsch des Philosophen geweckt, Genaueres über die Tochter des Hauptmanns zu erfahren, und er fragte daher, um wieder auf das alte Thema zurückzukommen, seinen Nachbar:

„Ich möchte doch wissen, warum halten alle, die hier beim Abendbrot sitzen, die Tochter des Herrn für eine Hexe? Hat sie denn jemanden etwas Böses zugefügt? Oder ihn gar behext?“

„Es ist alles schon dagewesen,“ sagte einer der Zunächstsitzenden, der ein ganz glattes Gesicht hatte, das so eben war wie eine Schaufel.

„Wer erinnert sich nicht noch des Jägers Mikita, oder des ...“

„Und was ist mit dem Jäger Mikita geschehen?“ fragte der Philosoph.

„Halt! Ich will die Geschichte vom Jäger Mikita erzählen,“ rief Dorosch.

„Nein, ich will die Geschichte vom Mikita erzählen,“ schrie der Pferdehirt, „es war doch mein Gevatter!“