Hospitalverwalter. Nun, Antón Antónowitsch, jetzt wird’s eben heißen: auf und in Gala nach dem Gasthof.

Kreisrichter. Nein, nein; erst muß der Stadtälteste, die Geistlichkeit und die Kaufmannschaft vorangeschickt werden; wie schon zu lesen in den „Taten Johanns des Freimaurers“ ...

Polizeimeister. Nein, nein; überlassen Sie das mir. Mich hat schon Schwereres im Leben heimgesucht, es ging vorüber und ich habe noch Dank dazu gehabt. Wohlan! Gott wird auch diesmal helfen. (Zu Bóbtschinski gewandt.) Sagten Sie nicht, es sei noch ein junger Mann?

Bóbtschinski. Jawohl, so an die dreiundzwanzig oder ein wenig über vierundzwanzig.

Polizeimeister. Desto besser, ein junger läßt sich leichter auf den Zahn fühlen; schlimm, wenn’s ein alter Satan gewesen wäre; junge Leute sind Windbeutel. Halten Sie sich bereit, meine Herren, ich gehe jetzt alleine hin — oder vielleicht höchstens in Dóbtschinskis Begleitung, ganz privatim, um wie auf einem Spaziergang bloß mal nachzuschauen, ob die durchreisenden Fremden keinen Anlaß zu Beschwerden haben. He, Swistúnoff!

Polizeidiener. Zu Befehl!

Polizeimeister. Hol mir sofort den Polizeiinspektor, oder nein, ich brauche dich hier. Sag draußen irgendwem, er soll mir so schnell wie möglich den Polizeiinspektor herbeischaffen und komm gleich zurück. (Polizeidiener ab.)

Hospitalverwalter. Kommen Sie, kommen Sie, meine Herren, es könnte wirklich was passieren.

Kreisrichter. Was haben denn Sie zu fürchten? Reine Nachtmützen für die Kranken und damit holla.

Hospitalverwalter. Wenn’s das bloß wäre! Von rechtswegen sollten die Kranken Hafersuppe kriegen, und statt dessen ist bei mir auf allen Korridoren ein solcher Gestank nach Sauerkohl, daß man sich die Nase zuhalten muß.