Kotschkarjow. Natürlich, in der Müllnijgasse, gleich hinter dem Kramladen. In dem hölzernen Haus.
Thekla. Nein, nicht hinter dem Kramladen; hinter der Schenke.
Kotschkarjow. Wieso hinter der Schenke? ... Das versteh ich nicht.
Thekla. Wenn du in die Gasse einbiegst, so kommst du gleich an einem Häuschen vorbei. Gleich hinter dem Häuschen mußt du nach links einbiegen. Dann siehst du das hölzerne Haus vor dir, in dem die Näherin wohnt, ... die, die früher mit dem Obersekretär des Senats zusammengelebt hat. An der Näherin also mußt du vorübergehen: du läßt sie hinter dir. Aber sofort danach, das steinerne Haus, das gehört ihr. Das heißt, da wohnt sie: Agathe Tichonowna, die Braut.
Kotschkarjow. Gut, gut. Ich werde schon Alles besorgen. Jetzt kannst du abziehen. Wir brauchen dich nicht mehr.
Thekla. Was, du willst doch nicht, .... du kriegst doch keine Heirat zustande!
Kotschkarjow. Selbstverständlich! Ich besorge das ganz allein. Du brauchst dich um nichts mehr zu kümmern.
Thekla. Pfui, schäme dich. Das ist doch kein Beruf für Männer. Lassen Sie die Hand davon, Väterchen! Ich bitte Sie!
Kotschkarjow. Geh, geh nur. Was verstehst denn du davon? Schuster, bleib bei deinen Leisten. Los, Abfahrt!
Thekla. Was? Du willst den Leuten das Brot wegnehmen? Wart, du alter Sünder. Mischt sich in diese Angelegenheit. Wenn ich das gewußt hätte! Kein Wort wäre über meine Lippen gekommen! (Läuft wütend hinaus.)