Kotschkarjow. Na also, woran fehlt’s denn noch?

Podkoliessin. An nichts; es ist alles nur so sonderbar.

Kotschkarjow. Was ist sonderbar?

Podkoliessin. Du wirst doch zugeben, daß es merkwürdig ist: da war man so lange unverheiratet, und dann soll man plötzlich Ehemann sein.

Kotschkarjow. Nein, hör mal, schämst du dich denn nicht? Nein, ich sehe wirklich, mit dir muß man ernst reden! Also, ich will ganz aufrichtig gegen dich sein, wie ein Vater zu seinem Sohne. Betrachte dich doch nur einmal genau, so wie du jetzt mich ansiehst; ... was stellst du eigentlich vor? Ein Klotz bist du, ohne alle tiefere Bedeutung. Na, und wozu lebst du eigentlich? Guck doch bloß mal in den Spiegel! Na, was siehst du da? ... Ein dummes Gesicht, und weiter nichts. Statt dessen, überlege dir doch nur, wie dann die kleinen Kinderchen um dich herumhüpfen werden. Nicht etwa zwei oder drei, nein, gleich ein halbes Dutzend. Und alle gleichen dem Vater, wie ein Tropfen Wasser dem andern. Jetzt bist du allein, bist Hofrat, Expeditor, oder irgendein Direktor irgendeines Departements und weiß Gott, was sonst noch. Und nun stell dir erst mal vor, was dann sein wird. Alle die kleinen Expeditorchen um dich herum, diese kleinen Spitzbuben, und wenn dann solch ein kleiner Wildfang die Hände ausstreckt und dir im Bart zu krauen beginnt, und du dazwischen wie ein Hund bellen mußt: Wau, wau, wau ... na, nun sag selbst, kann es etwas Hübscheres geben? ...

Podkoliessin. Aber, wenn sie nur nicht solche Schelme wären. Sie werden mir nur alles zerreißen und meine Papiere durcheinanderbringen.

Kotschkarjow. Laß sie doch. Dafür werden sie dir alle ähnlich sehen; das ist eben der Witz.

Podkoliessin. Ja, es hat wirklich etwas Komisches, weiß der Teufel. So’n kleiner Windbeutel, so ein junger, täppischer Hund, und ist dir schon wie aus dem Gesicht geschnitten.

Kotschkarjow. Natürlich, gewiß ist es komisch. Na also, dann fahren wir.

Podkoliessin. Also ... gut, meinetwegen!