Kotschkarjow. Also, entschließen Sie sich, mein Fräulein. Wollen Sie diesen Sterblichen glücklich machen?
Agathe Tichonowna. Ach, wie könnte ich glauben, daß es in meiner Macht liegen sollte, das Glück eines Mannes ... das Glück eines Mannes ... Nun gut, ich bin einverstanden ...
Kotschkarjow. Natürlich! Selbstverständlich! Warum denn nicht gleich so? So reicht euch doch die Hände, Kinder!
Podkoliessin. Gleich! (Er will Kotschkarjow etwas ins Ohr flüstern. Dieser zeigt ihm die Faust, runzelt die Stirn, und Podkoliessin reicht Agathe Tichonowna die Hand.)
Kotschkarjow (legt ihre Hände ineinander). So, Gott segne euch! Auch ich gebe euch meinen Segen zu eurem Bunde. Die Ehe, wißt ihr, ist immer so ’ne Sache. Ja, das ist nicht, als ob man sich ’ne Droschke nimmt, sich reinsetzt und irgendwohin losfährt. Das ist eine ganz andere Sache; ja, das ist eine Pflicht! Leider habe ich jetzt keine Zeit mehr; darum will ich euch nachher sagen, was das für eine Pflicht ist. So, Iwan Kusmitsch, und jetzt küsse deine Braut! Nunmehr darfst du es tun; ja, mein Freund, nun mußt du es sogar tun! ... (Agathe Tichonowna senkt die Augen.) Nicht doch, nicht doch, mein Fräulein. Das muß so sein. Sie müssen sich küssen lassen.
Podkoliessin. Nein, Fräulein, gestatten Sie ... Jetzt müssen Sie schon gestatten. (Er küßt sie und nimmt sie bei der Hand.) Welch ein herrliches Händchen! Woher haben Sie nur ein so herrliches Händchen, mein Fräulein? ... Und noch eins ... Lassen Sie unsere Hochzeit sofort stattfinden! Sofort!
Agathe Tichonowna. Wie, gleich? ... Aber das ist am Ende doch zu schnell!
Podkoliessin. Nein, nein, davon will ich nichts hören! Die Trauung soll gleich stattfinden. So schnell als möglich!
Kotschkarjow. Vorzüglich! Bravo! ... Sehr gut! Du bist ja ein Prachtkerl! Ich muß sagen, ich habe immer nur das Beste von dir erwartet. Und Sie, Fräulein, beeilen Sie sich jetzt. Ziehen Sie sich recht schnell um. Jetzt darf ich’s ja verraten. Ich habe schon vorhin einen Wagen besorgt und auch ein paar Gäste für heute abend geladen. Sie sind wahrscheinlich schon auf dem Wege nach der Kirche. Ihr Hochzeitskleid liegt doch schon bereit, nicht wahr?
Agathe Tichonowna. O gewiß, schon lange. Ich kleide mich schnell um und bin sofort fertig.