Uteschitelny. Richtig, und diese?
Icharew. Ein Bube.
Uteschitelny. Hol’s der Teufel, ganz richtig! Nun, und diese?
Icharew. Eine Drei.
Uteschitelny. Unbegreiflich!
Krugel (die Achseln zuckend). Unbegreiflich!
Schwochnew. Unbegreiflich!
Uteschitelny. Gestatten Sie mir, noch mal nachzusehen. (Besieht das Kartenspiel.) Ein ganz wundervolles Ding, es ist wirklich wert, daß man ihm einen Namen gab. Aber gestatten Sie die Bemerkung, das Spiel in Gebrauch zu nehmen, ist doch eine schwierige Sache; vielleicht geht’s etwa mit einem ganz unerfahrenen Spieler, man muß es ja selbst vertauschen.
Icharew. Aber das tut man ja nur während der Hitze des Spiels, wenn das Spiel so hoch geht, daß der erfahrenste Spieler unruhig wird, und wenn ein Mensch nur ein bißchen verwirrt ist, so kann man ja mit ihm machen, was man will. Wissen Sie denn nicht, daß das mit den besten Spielern passiert, was man so nennt „sich heiß spielen“. Wenn er zwei, drei Nächte hintereinander spielt, ohne zu schlafen — nun, dann spielt er sich eben heiß. Im Hasardspiel kann ich immer den Talon vertauschen. Glauben Sie mir, die ganze Kunst besteht nur darin, daß man kaltblütig bleibt, wenn der andere hitzig ist; und die Aufmerksamkeit anderer abzulenken, dazu gibt es tausend Mittel. Fangen Sie nur mit einem der Spieler irgendeinen Krakehl an, sagen Sie z. B., er hätte nicht richtig aufgeschrieben, dann wenden sich die Augen Aller auf ihn, und in diesem Augenblick ist das Kartenspiel bereits vertauscht.
Uteschitelny. Nun, ich sehe, daß Sie außer der Kunst auch noch die Tugend der Kaltblütigkeit besitzen. Das ist eine wichtige Sache. Ihre Bekanntschaft ist nun für uns desto wertvoller geworden. Wollen wir alle Zeremonien, alle überflüssigen Formalitäten fallen lassen und wollen wir einander einfach du sagen.