Uteschitelny. Nein, das ist aber furchtbar lang. Sie vergessen ja, daß wir uns unsererseits bedanken ...

Samuchrischkin. Das versteht sich ja von selbst, es wird alles angenommen: wie könnte ich das vergessen? Wir sprechen auch deshalb von zwei Wochen, sonst würden wir Ihnen vielleicht drei Monate lang zu schaffen machen. Das Geld wird bei uns nicht vor anderthalb Wochen eintreffen, und augenblicklich haben wir im ganzen Amt auch nicht eine Kopeke. In der vorigen Woche haben wir hundertundfünfzigtausend erhalten, die haben wir aber alle ausgegeben. Jetzt warten noch drei Gutsbesitzer auf Geld, die bereits im Februar ihre Güter verpfändet haben.

Uteschitelny. Nun, das gilt für andere. Für uns aber machen Sie es aus Freundschaft. Wir müssen uns etwas näher kennen lernen. Nun ja, wir stehen einander doch nahe. Ja, wie heißen Sie gleich? Fentafléj Perpéntitsch, nicht?

Samuchrischkin. Psoj Stáchitsch.

Uteschitelny. Nun, das ist ja fast dasselbe. Also hören Sie, Psoj Stachitsch. Seien wir wie alte Freunde. Nun wie steht’s, wie gehen die Geschäfte? Wie ist Ihr Dienst?

Samuchrischkin. Ja, wie soll denn der Dienst sein? Wie gewöhnlich: Man dient eben.

Uteschitelny. Nun, und wie ist es mit den verschiedenen Einkünften, verstehen Sie? Sagen wir einfach, nehmen Sie viel Geschenke?

Samuchrischkin. Aber ich bitte Sie: natürlich, wovon soll man denn leben?

Uteschitelny. Nun sagen Sie mal ganz aufrichtig, wie ist es bei Ihnen im Amt: Greifen alle zu?

Samuchrischkin. Ach Gott, nun lachen Sie auch, wie ich sehe. Ach, meine Herren! ... Sehen Sie mal: auch die Herren Schriftsteller, die lachen alle über die, die sich bestechen lassen; aber wenn man genauer zusieht, so lassen sich auch andere Leute bestechen, die besser als wir zu sein scheinen. Z. B. Sie meine Herren, Sie haben nur einen vornehmeren Namen dafür erfunden. Eine Spende für wohltätige Zwecke oder so was. Weiß der Himmel, wie das heißt. Aber sieht man genauer zu, so ist’s in Wirklichkeit dieselbe Bestechung: wie sagt man doch, dieselbe Couleur in grün.