Uteschitelny. Aber wie ist denn das, Psoj Stachitsch, Sie haben ja gar keine amtlichen Beziehungen zu den Kaufleuten.
Samuchrischkin (trinkt das Glas aus und stützt sich mit den Händen auf die Knie). Die Sache ist nämlich so. Der Kaufmann hat eigentlich nur aus Dummheit blechen müssen. Der Gutsbesitzer Frakassow, wenn Sie den vielleicht kennen, nimmt eine Hypothek auf sein Gut auf, alles ist abgemacht, wie sich’s gehört, und am nächsten Tag soll er das Geld bekommen. Er plant die Errichtung irgendeiner Fabrik halbpart mit dem Kaufmann. Nun, Sie begreifen wohl, uns geht es ja gar nichts an, ob das Geld für eine Fabrik verwendet wird oder für etwas anderes, und wessen Kompagnon er ist, das ist gar nicht unsere Sache. Aber der Kaufmann plappert aus Dummheit in der Stadt herum, daß er mit dem Gutsbesitzer halbpart ein Kompagnie-Geschäft abgeschlossen hat und von ihm von Stunde zu Stunde Geld erwartet. Da ließen wir dem Kaufmann sagen: wenn er uns zweitausend schickt, so wird das Geld gleich ausgezahlt, wenn nicht, so kann er lange warten. Indessen aber, verstehen Sie wohl, sind ihm schon die Kessel und die andern Gerätschaften für die Fabrik gebracht worden, und man wartet bloß noch auf das Handgeld. Der Kaufmann sieht — die Sache ist schlimm, er bezahlt seine zweitausend und jedem von uns noch drei Pfund Tee. Man wird vielleicht sagen, das ist Bestechung, aber es geschieht ihm doch recht. Warum ist er so dumm, wer hat ihn denn zum Reden gezwungen; er hätte doch seiner Zunge Halt gebieten können.
Uteschitelny. Hören Sie mal, Psoj Stachitsch, bitte erledigen Sie doch unser Geschäftchen, wir werden Ihnen schon was geben, und Sie machen es mit Ihrem Vorgesetzten ab, wie sich’s gehört. Nur um Gottes Willen möglichst schnell, Psoj Stachitsch, wie?
Samuchrischkin. Wir werden uns schon Mühe geben. (Steht auf.) Aber ich will Ihnen ganz offen sagen, so schnell, wie Sie wollen, geht es nicht. Bei Gott, bei uns im Amt ist keine Kopeke vorhanden, aber ich will mir schon Mühe geben.
Uteschitelny. Nun, und wie soll ich nach Ihnen fragen?
Samuchrischkin. Fragen Sie ganz einfach nach Psoj Stachitsch Samuchrischkin. Auf Wiedersehen, meine Herren! (Geht zur Tür).
Schwochnew. Psoj Stachitsch, bitte Psoj Stachitsch, (sieht sich um) sehen Sie doch zu.
Uteschitelny. Psoj Stachitsch, bitte Psoj Stachitsch, helfen Sie recht schnell.
Samuchrischkin. Ich habe ja schon gesagt, ich werde mir Mühe geben.
Uteschitelny. Zum Henker, das dauert aber lange, (schlägt sich mit der Hand vor die Stirn) nein, ich will ihm nachgehen, vielleicht erreiche ich etwas, ich werde kein Geld sparen, hol ihn der Teufel, ich werde ihm dreitausend von meinem Geld geben. (Schnell ab).