Burdjukow. Bitte entschuldigen Sie die Störung, die ich Ihnen verursache. Allerlei Umstände und Geschäfte haben mich aus unserm Städtchen vertrieben. Ich bin hergekommen, Sie um Ihre persönliche Hilfe und um Ihren Schutz zu bitten.
Proletew (beiseite). Das ist wirklich ein anderer. Aber er hat eine gewisse Ähnlichkeit mit ihm. (Laut.) Was wünschen Sie? Womit kann ich Ihnen dienen?
Burdjukow (zuckt die Achseln). Gott, ein Prozeß. Eine Gerichtssache.
Proletew. Eine Gerichtssache? Gegen wen?
Burdjukow. Gegen meinen eigenen Bruder.
Proletew. Erlauben Sie mir, Sie zuerst um Ihren Namen zu bitten. Und dann setzen Sie mir Ihre Angelegenheit näher auseinander. Wollen Sie bitte Platz nehmen.
Burdjukow. Mein Name ist Burdjukow, Christophor Petrowitsch, und der Prozeß geht gegen meinen leiblichen Bruder, Pawel Petrowitsch Burdjukow.
Proletew. Was sagen Sie? Was? ... Nein!
Burdjukow. Ja, was starren Sie mich so an? Glauben Sie vielleicht, ich bin zu meinem Vergnügen mit der Post aus Tambow hierhergekommen?
Proletew. Gott segne Sie für diese gute Tat! Erlauben Sie mir, Ihre nähere Bekanntschaft zu machen. Etwas Gescheiteres hätten Sie sich nie ausdenken können. Nun soll man noch sagen, daß es keine Großmut und keine Gerechtigkeit gibt! Und was wäre das? Hier steht der leibliche Bruder! Durch Blutsbande verbunden — und er hat den Bruder nicht geschont! Ein Prozeß gegen den leiblichen Bruder! Erlauben Sie, daß ich Sie umarme.