2. Auftritt

Dieselben und Sobatschkin.

Sobatschkin. Maria Alexandrowna, seien Sie großmütig und verzeihen Sie mir, daß ich so lange nicht bei Ihnen gewesen bin. Aber bei Gott, es war mir unmöglich. Sie können sich gar nicht denken, wieviel Geschäfte ich zu erledigen habe ... ich wußte ja, daß Sie böse sein werden, wahrhaftig, ich wußte es ... (Er erblickt Mischa.) Guten Tag, Bruder, wie geht’s dir?

Maria Alexandrowna (beiseite). Ich finde einfach keine Worte. So ein Mensch! Und er entschuldigt sich noch, daß er so lange nicht hiergewesen ist!

Sobatschkin. Ich freue mich, daß Sie so wohl und gesund sind, soweit man nach dem Aussehen urteilen kann. Und wie steht’s mit der Gesundheit Ihres Herrn Bruders? Ich muß gestehen, daß ich ihn auch hier zu treffen hoffte.

Maria Alexandrowna. Da hätten Sie doch ihn aufsuchen sollen und nicht mich.

Sobatschkin (lächelt). Ich bin gerade zu Ihnen gekommen, um Ihnen eine höchst interessante Anekdote zu erzählen.

Maria Alexandrowna. Ich liebe die Anekdoten nicht.

Sobatschkin. — Von Natalia Andrejewna Gubomasowa.

Maria Alexandrowna. Was? Von der Gubomasowa? ... (Bemüht sich ihre Neugier zu verbergen.) Dann ist es wohl erst vor kurzem passiert?