Ein Beamter. Das ist nichts wie eine platte gemeine Erdichtung! Das ist eine Satire! Ein Pasquill!

Ein anderer Beamter. Jetzt ist also gar nichts mehr übriggeblieben. Man braucht keine Gesetze, man braucht auch dem Staate nicht zu dienen. Diese Uniform, die ich trage, — muß ich also fortwerfen: sie ist jetzt nicht mehr als ein Lappen.

(Zwei junge Menschen laufen herein.)

Der eine. Jetzt sind alle zornig. Ich habe schon so viel reden hören, daß ich schon, wenn ich einen bloß ansehe, erraten kann, was er über das Stück denkt.

Der andere. Nun, und was denkt dieser da?

Der erste. Der grade in die Ärmel seines Mantels fährt?

Der andere. Ja.

Der erste. Der denkt folgendes: „Für so eine Komödie solltest du mir nach Nertschinsk! ...“ Aber ich glaube, die Galerie kommt schon herunter. Das Vaudeville scheint schon aus zu sein. Gleich wird der Strom der kleinen Leute hereinbrechen. Wir wollen gehen. (Beide entfernen sich.)

(Der Lärm wird stärker; man hört und sieht die Menschen alle Treppen herunterlaufen. Es kommen: Bauernröcke, Pelzjacken, Hauben, lange deutsche Kaufmanns-Kaftans, Dreimaster und Federbüsche, Mäntel aller Arten: Friesmäntel, Militäruniformen, abgetragene und stutzerhafte mit Biberkragen. Die Menge stößt den Herrn, der in die Ärmel des Mantels fährt, weg; der Herr tritt zur Seite und fährt dort fort, den Mantel anzuziehen. In der Menge werden Herren und Beamte aller Art sichtbar. Lakaien in Livree bahnen den gnädigen Frauen den Weg.)

Man hört eine kreischende Frauenstimme: Herrgott, man erdrückt mich ja ganz von allen Seiten.