Der erste. Bleiben wir lieber hier stehen, bis die Menge sich verlaufen hat. Nein, was soll das wirklich! Lärm machen, in die Hände klatschen, als ob das Gott weiß was wäre! So eine Kleinigkeit, irgendein bedeutungsloses Theaterstück — und so einen Alarm zu schlagen! Schreien, den Autor hervorrufen — was soll das wirklich!

Der zweite. Immerhin war das Stück amüsant und unterhaltend.

Der erste. Nun ja, amüsant, so wie uns gewöhnlich jede Bagatelle amüsiert. Aber warum dieser Lärm, diese Diskussionen? Man streitet darüber wie über eine wichtige Sache, man applaudiert ... was soll das bedeuten! Schön, ich verstehe, wenn es sich noch um eine Sängerin oder Tänzerin handelte — das verstände ich noch: da bewundert man doch wenigstens die Kunst, die Geschmeidigkeit, die Geschicklichkeit, das natürliche Talent. Aber hier? Man schreit: „ein Literat, ein Literat, ein Schriftsteller“! Ja, was ist denn ein Schriftsteller? Weil ihm manchmal ein witziges Wort einfällt, oder weil er die Natur abschreibt ... Ist denn das so schwer? Was ist denn das für eine Kunst? Das sind doch alles Fabeln und weiter nichts!

Der zweite. Aber natürlich — eine höchst mittelmäßige Sache.

Der erste. Denken Sie selbst: Ein Tänzer zum Beispiel: Das ist doch immerhin Kunst, was er leistet, das kann ihm doch keiner nachmachen. Wenn ich es zum Beispiel wollte: ja bei mir würden sich einfach die Füße nicht von der Stelle bewegen. Ich sollte mal versuchen, einen Entrechat zu machen: ich würde keinen einzigen fertig bringen. Aber schreiben kann man, auch ohne es gelernt zu haben. Ich weiß nicht, wer der Autor ist, aber man hat mir erzählt, daß er ein absolut ungebildeter Mensch ist, der nichts weiß — den man irgendwo hinausgeworfen hat.

Der zweite. Aber erlauben Sie mal, etwas muß er doch wissen: ohne dies kann man doch nicht schreiben.

Der erste. Aber ich bitte Sie, was kann er denn wissen? Sie wissen ja selbst, was ein Literat ist. Der leerste Mensch! Das ist doch weltbekannt — zu nichts zu gebrauchen. Man hat schon versucht, sie irgendwie zu verwenden — aber man hat es aufgegeben. Nun sagen Sie selbst: was schreiben sie denn? Das sind doch alles Torheiten und Fabeln. Wenn ich wollte, könnte ich sofort so etwas schreiben, und ebenso Sie und er, jeder kann so etwas schreiben.

Der zweite. Nun ja ... gewiß — warum sollte man so etwas nicht schreiben können. Wenn man nur ein Funken Verstand im Kopf hat, so kann man es schon.

Der erste. Man braucht auch keinen Verstand dazu. Wozu denn Verstand? Das sind doch alles Fabeln. Ja, wenn es noch zum Beispiel eine schwierige Wissenschaft wäre, irgendeine Sache die man nicht kennt — aber was ist denn das? Das weiß doch jeder Bauer. Das kann man jeden Tag auf der Straße sehen. Man braucht sich nur ans Fenster zu setzen und sich alles zu notieren, was passiert — das ist das ganze Kunststück.

Der dritte. Das ist wahr. Wahrhaftig, wenn man nur bedenkt, mit was für Unsinn man seine Zeit vergeudet!