Dóbtschinski. Eben derselbe! Ich und Bóbtschinski haben das zuallererst entdeckt.
Anna Andréjewna. Weiter, weiter, was geschah weiter?
Dóbtschinski. Gott sei gelobt, alles steht gut. Zuerst geruhte er Antón Antónowitsch etwas hart anzulassen, ja, er wurde sehr heftig und sagte: im Gasthofe wäre alles miserabel, und er würde sich nicht seinetwegen ins Gefängnis sperren lassen; nachher aber, wie er sah, daß Antón Antónowitsch unschuldig waren, und beide sich kurzer Hand verständigt hatten, da setzte er gleich eine andere Miene auf — und Gott sei Dank, alles lief gut ab. Jetzt sind sie ausgefahren, um das Hospital zu besichtigen ... aber wahrhaftig, Antón Antónowitsch schienen bereits befürchtet zu haben, daß man ihn denunziert hätte. Ich selber bekam es so ein bißchen mit der Angst.
Anna Andréjewna. Wovor haben Sie sich denn zu fürchten? Sie sind doch kein Beamter!
Dóbtschinski. Na immerhin, wissen Sie, wenn so ein Vorgesetzter spricht, fährt’s einem doch in die Glieder.
Anna Andréjewna. Ach gehen Sie ... das ist ja dummes Zeug. Nun, und wie sieht er aus? Alt, jung?
Dóbtschinski. Jung, noch ein ganz junger Mann, so an dreiundzwanzig; aber reden tut er wie ein alter. „Sehn Sie“, sagt er, „ich reise da und dahin“ ... (Gestikulierend.) Alles so überlegen. „Ich schreibe auch“, meint er, „und lese auch dann und wann, aber die Dunkelheit im Zimmer behindert mich etwas.“
Anna Andréjewna. Und im Äußeren — brünett oder blond?
Dóbtschinski. Nein, mehr aschblond, und Augen so scharf wie ein Luchs, um das Zittern zu kriegen.
Anna Andréjewna. Was schreibt er mir denn da auf dem Zettel (liest): „Ich eile, mein Herz, dich wissen zu lassen, daß meine Lage sehr kritisch war; doch im Vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit für zwei gesalzene Gurken apart und eine halbe Portion Kaviar ein Rubel fünfundzwanzig Kopeken ...“ (Innehaltend.) Das verstehe ich nicht, was sollen hier gesalzene Gurken und Kaviar?