(Im selben Augenblick hört man im Nebenzimmer Schritte und Husten Chlestakóffs. Alle rennen um die Wette nach der Tür und drängen sich, um schnell hinauszukommen, was nicht ohne gegenseitige Püffe abgeht; man hört unterdrückte Ausrufe.)
Stimme Bóbtschinskis. Au! Dóbtschinski, Dóbtschinski! Meine Hühneraugen!
Stimme des Hospitalverwalters. Herrschaft laßt los, laßt los, Ihr quetscht mir ja die Seele aus dem Leibe!
(Man hört noch weitere Ausrufe ai! au! Endlich haben sich alle durchgedrückt, und das Zimmer ist leer.)
2. Szene
Chlestakóff allein; tritt herein mit verschlafenen Augen.
Chlestakóff. Ich muß ganz tüchtig geschnarcht haben. Wo sie bloß alle diese Matratzen und Federbetten herhaben mögen? Geschwitzt habe ich sogar. Mir scheint, ich habe mir gestern beim Frühstück einen ziemlichen Schwips zugelegt: noch bis jetzt brummt mir der Schädel. Ich sehe, man kann hier seine Zeit auf die angenehmste Weise verbringen. Ich liebe die Gastlichkeit und schätze sie noch höher, wenn ich mehr aus natürlicher Herzensgüte und weniger mit besonderen Hintergedanken bewillkommnet werde. Zudem ist dies Töchterchen des Polizeimeisters durchaus nicht so übel, und selbst bei der Mama könnte man noch ganz gut ... Alles in allem ... wahrhaftig, diese Art Leben behagt mir.
3. Szene
Chlestakóff und Kreisrichter.
Kreisrichter (tritt ein, bleibt stehen und spricht für sich). Gott, mein Gott! Hilf mir aus dieser Klemme; meine Knie brechen mir vor Angst. (Laut, Haltung nehmend und die Hand am Degen.) Habe die Ehre mich vorzustellen: Ljápkin-Tjápkin, Kollegienassessor und Richter des hiesigen Kreises.