Kreisrichter. Das ist gefährlich, das spricht sich ’rum: ein Staatsbeamter! Vielleicht in Form einer Widmung seitens des Adels — irgendein Andenken.

Postmeister. Oder einfach so: Schaun Sie, Euer Gnaden, da ist Geld auf der Post eingegangen, aber keiner weiß, wem’s gehört.

Hospitalverwalter. Passen Sie dann nur auf, daß er Sie nicht mit der Post weiter wohin befördert. Nein, hören Sie, in einem wohlgeordneten Staate behandelt man derartige Dinge anders. Wozu braucht’s denn hier der ganzen Schwadron? Einzeln muß man sich vorstellen, und dann unter vier Augen ... wie sich’s eben gehört; die Ohren dürfen nichts davon merken! So ist das in der guten Gesellschaft hergebracht. Sie, Ammós Fjódorowitsch, müßten den Anfang machen.

Kreisrichter. Nein, besser Sie; in Ihrer Anstalt hat der hohe Besuch doch auch gespeist.

Hospitalverwalter. Dann eher noch Lúka Lúkitsch in seiner Eigenschaft als Erleuchter der Jugend.

Schulinspektor. Nein ich kann nicht, ich kann nicht, meine Herren! Offen gestanden, ich bin so ängstlich, daß ich, wenn ein höherer Beamter mit mir redet, gleich den Kopf verliere und mir die Zunge im Halse stecken bleibt. Nein, meine Herren, lassen Sie mich aus, lassen Sie mich aus!

Hospitalverwalter. Ja, dann bleiben eben nur Sie, Ammós Fjódorowitsch. Sie haben ja auch einen Redefluß, um den Sie Cicero beneiden könnte.

Kreisrichter. Warum nicht gar! Cicero! Was Sie sich auch ausdenken! Wenn ich mich auch manchmal hinreißen lasse beim Gespräch über Jagd- und Schweißhunde ...

Alle (ihn umdrängend). Nein, nein, nicht nur von Hunden, Sie können sogar vom babylonischen Turm ... Nein, Ammós Fjódorowitsch, lassen Sie uns nicht im Stich, seien Sie unser Vater! Nein, Ammós Fjódorowitsch!

Kreisrichter. Lassen Sie mich frei, meine Herren!