Chlestakóff. Wie konnte er denn das tun?

Schlosserfrau. Er hat’s getan, der Halunke! Er hat’s getan! Soll ihn Gott verdammen in dieser und in jener Welt! Und wenn er eine Tante hat, soll ihm auch seine Tante mit allen Pestilenzen geschlagen sein! Und sein Vater, wenn er noch lebt, die Kanaille! daß auch der verrecken soll oder ersticken soll in alle Ewigkeit! So ein Halunke der! Der Schneidersohn sollte genommen werden, der war ja auch ’n Säufer. Aber seine Eltern gaben ein schönes Stück Geld, da machte er sich dann an den Sohn der Kaufmannsfrau Panteléjeff. Aber die Panteléjeff schickte seiner Frau drei Stück Leinwand und da kam er zu mir. „Wozu brauchst du einen Mann,“ sagte er. „Für dich taugt er ja doch nichts mehr.“ Aber ich weiß alleine, ob er noch taugt oder nicht. Das ist schon meine Sache. So ein Halunke! „Ein Dieb ist er,“ sagt er, „wenn er auch jetzt nichts gestohlen hat. Ganz egal,“ sagt er, „stehlen wird er doch und sie werden ihn ja doch sowieso nächstes Jahr unter die Soldaten stecken.“ Was soll ich dann anfangen ohne Mann? So ein Halunke! Sollen doch alle seine Verwandten es so kriegen, daß sie Gottes Licht nicht mehr sehen können und wenn er eine Schwiegermutter hat, so soll auch die Schwiegermutter ...

Chlestakóff. Genug, genug! Nun und du? (Schafft dabei die Schlosserfrau hinaus.)

Schlosserfrau (im Fortgehen). Vergiß es nicht, mein Vater, sei barmherzig.

Unteroffizierfrau. Ich kam wegen dem Polizeimeister.

Chlestakóff. Nun, und warum? Antworte kurz.

Unteroffizierfrau. Ausgepeitscht, Herr.

Chlestakóff. Wie?

Unteroffizierfrau. Aus Irrtum, mein Vater. Die Weiber zankten sich auf dem Markte und wie die Polizei kam und sie nicht fangen konnte, da griffen sie mich und haben mich so zerschunden, daß ich zwei Tage nicht sitzen konnte.

Chlestakóff. Ja, aber was ist jetzt da zu machen?